Glaubensbekenntnisse
Glaubensbekenntnis zum Gleichnis von der Witwe, die auf ihrem Recht beharrt, Lukas 18,1-5
Wir glauben und vertrauen:
Gott hat eine Vision von dem Leben auf der Erde:
Menschen handeln in Gerechtigkeit
menschen sorgen für Frieden
Menschen bewahren die Schöpfung.
Wir glauben und vertrauen:
Jesus weist uns den Weg zu Gottes Vision:
Er lehrt uns beten mit Beharrlichkeit.
Er geht seinen Weg bis ans Ende am Kreuz.
Er wird von Gott auferweckt.
Wir glauben und vertrauen:
Die Weisheit öffnet uns die Augen Gottes Vision:
Sie ruft uns zu:
Haltet euch aufrecht und ermattet nicht!
Schaut von Angesicht zu Angesicht!
Amen
Glaubensbekenntnis zu: Christus spricht: Ich bin die Tür. Joh 10, 9
Ich glaube und ich hoffe:
mein Leben hat immer Zukunft,
denn Gott erwartet mich.
ich glaube und vertraue:
Mein Leben findet immer neue Räume,
denn Christus öffnet mir die Türe.
Ich glaube und wage,
mein leben begegnet neuen eRfahrungen,
denn die Weisheit des Heiligen Geistes
schickt mich auf den Weg.
Amen
Glaubensbekenntnis zu: Christus spricht: Ich bin gekommen, damit alle Leben und Überfluss
haben, Joh 10,10
Ich glaube, dass Gott mir ein gutes Leben schenken will,
keine Gewalt soll ich erfahren,
keine Gewalt soll ich ausübern.
Ich glaube, dass Christus mir ein erfülltes Leben schenken will.
Die Liebe soll mich erfüllen,
die Liebe soll ich weitergeben.
Ich glaube, dass die Heilige Geistkraft mir ein mutiges Leben schenken will.
Mutig kann ich sein und den Glauben verkünden,
mutig kann ich sein und das Böse abwehren.
Amen
Gebete für die Erneuerte Agende EA
Ostersonntag
Durch deine Macht, Gott,
hast du Jesu Kreuz zum Baum des Lebens verwandelt.
Durch deine Macht, Gott,
verwandelst du unsere Angst in Zuversicht,
unsere Lähmung in neuen Mut.
So wird unser Leben zu einem Gleichnis
für die Auferstehung vom Tod zum Leben.
Auf dich hoffen wir in Zeit und Ewigkeit.
Pfingstsonntag
Tröster-Geist und Gottes-Feuer,
Lebenskraft bis du in allen Geschöpfen.
In dir begegnen wir Gott.
Die Irrenden sammelst du in der Wahrheit
Und machst, dass sie einander verstehen.
Dank sei dir und Lob!
nach Hildegard von Bingen
1. Sonntag nach Trinitatis
Wie Bäume auf festem Grund
so strecken wir unsere Wurzeln zu dir, Gott.
Du nährst und, du stärkst uns.
Die Frucht unseres Lebens wächst aus deiner Kraft.
Lob und Dank sei dir in Ewigkeit.
3. Sonntag nach Trinitatis
Jesus Christus, du freust dich über das Verlorene, das du wieder findest.
Wir lassen uns anstecken von dieser Freude,
wir lassen uns einladen zu deinem Fest, hier schon und in Ewigkeit.
6. Sonntag nach Trinitatis
Jesus Christus, du Tor zum Leben,
du lädst uns ein dorthin ein, wo Leben gedeiht.
Jesus Christus, du Tür zu neuen Räumen, wo sich Leben entfalten kann.
Tor und Tür sind offen: Dank sei dir, wir schreiten mutig hindurch.
Du bist unser Helfer, jetzt und alle Zeit.
8. Sonntag nach Trinitatis
Jesus Christus, unser Bruder und Freund,
Licht der Welt und Salz der Erde hast du uns genannt.
Sei unser Verbündeter. Dann können wir unserem Zweifel an Gott
und der Dunkelheit in unserer Seele dein Licht entgegenhalten und verzagen nicht.
Du bist unsere Hoffnung, jetzt und in Ewigkeit.
24. Sonntag nach Trinitatis
Gott, du schöpferische Kraft,
du trägst das Universum in deinem Schoß.
Wir blicken in den Sternenhimmel und schauen –
Wie klein, wie ohnmächtig sind wir!
Wir halten ein neugeborenes Kind in unseren Armen –
Wie stark, wie schöpferisch sind wir!
Klein und groß zugleich. Du trägst das Universum in deinem Schoß,
du trägst auch uns. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Bitte um Frieden und Schutz des Lebens
Gott, du Quelle des Lebens, du lässt uns träumen von einer neuen Welt.
Dort wird das Wasser des Lebens fließen, dort werden Bäume grüne Blätter tragen
und Völker werden Heilung finden.
Auf dieses Bild der Hoffnung verlassen wir uns. Du gibst uns den Mut,
schon jetzt aus dir, der Quelle des Lebens, Kraft zu schöpfen, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Bitte um gesegnete Arbeit
Gott, du Wächter im Menschenhaus,
in dessen Räumen Erwerbstätigkeit und Hausarbeit,
Erziehung der Kinder und Pflege der Kranken ihren Wert heben.
Um gesegnete Arbeit in deinem Menschenhaus bitten wir dich.
Lass uns mit unserer Arbeit dazu beitragen, dass Leben gelingt.
Auf dich hoffen wir in Zeit und Ewigkeit.
Nachdichtung zu Psalm 23
Mein Gott ist eine junge Enkelin,
die singend das schwere Holz
auf ihrem Kopf zur Hütte bringt.
Dann schöpft sie Wasser aus dem Bach -
mit vollem Eimer hoch auf dem Haupt
hüpft sie voran mit leichtem Tritt.
Sie zündet ein knisterndes Feuer an
und bereitet für mich im Kreis der Familie
einen Topf voll Maisspeise mit Spinat.
Und wenn ich alte Frau krank bin
stützt sie mich -nimmt meine Hand -
und führt mich zum Mtombobaum.
Wo sie mich hinsetzt im Gesprächskreis
der Bekannten, durchwärmt die Sonne
meine zitternden Glieder;
der weite Schatten schützt mich vor zu grosser Hitze.
Alles Ungeheure was mir begegnen könnte hält sie von mir.
Ich bleibe in Gottes sorgenden Händen mein Leben lang.
Sie heilen mich, sie empfangen meinen verhärmten Leib.
Sie fangen mich wie die Hände der Hebamme das neugeborene Kind.
Gertrud Strauss, 4 Elgin drive, Cowies Hill 3610 Südafrika
aus: JungeKirche. Zeitschrift für europäische Christinnen und Christen 4/01 S. 52, www.Junge.Kirche.de
abgedruckt in: FrauenKirchenKalender 2003, S. 114