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	<title>Hanna Strack &#187; Heilige Frauen</title>
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		<title>Die Heilige Martha</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 15:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen der Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Heilige Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesen Vortrag habe ich vor Frauen des Evangelischen Frauenwerkes in Bart/Mecklenburg gehalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.evfrauenwerk-mv.de">Evangelisches Frauenwerk</a></p>
<p>Sie können den Vortrag hier herunterladen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Heilige-Martha.pdf">Heilige Martha</a></p>
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		<title>Die drei Bethen</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 09:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heilige Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[DIE DREI BETHEN Mehr als fünfhundert Jahre ist es her, daß KünstlerInnen aus der berühmten Werkstatt des Meisters Leonhard von Brixen in dem kleinen Südtiroler Dorf  Klerant das Bild jener drei Frauen schufen, die uns auf dem Umschlag dieses  Kalenders entgegenblicken. &#160; In weite Mäntel gehüllt sitzen sie da, mit edelsteinbesetzten Kronen im rotgoldenen Haar, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DIE DREI BETHEN</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Mehr als fünfhundert Jahre ist es her, daß KünstlerInnen aus der berühmten Werkstatt des Meisters Leonhard von Brixen in dem kleinen Südtiroler Dorf  Klerant das Bild jener drei Frauen schufen, die uns auf dem Umschlag dieses  Kalenders entgegenblicken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In weite Mäntel gehüllt sitzen sie da, mit edelsteinbesetzten Kronen im rotgoldenen Haar, in den Händen nachgedunkelte, ursprünglich goldene Kugeln : Ampet, Gewer und Bruen, die drei Bethen. Wer sich in die aufrechte Haltung und die hoheitsvolle Geste von Gewer, der zentralen Figur dieser Dreiergruppe, hineinbegibt, wird spüren, welche Selbst-Bewußtheit, wieviel weibliche Macht und jungfräuliche Würde sie und ihre Gefährtinnen verkörpern und ausstrahlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Sitz-Haltung der Bethen von Klerant ähnelt der  romanischer Madonnen vom Typ “Sedes Sapientiae”, dem “Sitz der Weisheit”, aber auch großer Göttinnen wie der ägyptischen Isis, deren Name soviel bedeutet wie der Sitz, der Thron.  Das &#8220;sitzende Große Weibliche” gilt als die ursprüngliche Form der “thronenden Göttin”. Dies entspricht sehr genau der Darstellung der drei Jungfrauen von Klerant, die mit ihren goldenen Kugeln Himmel und Erde, den Kosmos und die ganze Welt in Händen halten und be-sitzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Kugel ist wie die Kette, die Ampet trägt, ein uraltes Bild für das Große Runde, für den Kosmos,  der weder einen Anfang hat noch ein Ende. Sie ist ein Symbol für die Ganzheit und die Vollkommenheit. Als Reichsapfel und Machtinsignie findet sie sich noch im Mittelalter in der Hand der Könige. Ihre Wandlungssymbolik wiederholt sich in den kreisrunden Heiligenscheinen, die die Gesichter der drei Frauen umrahmen wie goldene Hauben aus Mond- oder Sonnenlicht, &#8211; und auch  in der Farbgebung der Gewänder. Schwarz-weiß-rot, das waren in matriarchalen Kulturen die sakralen Farben der oftmals dreigestaltig gedachten Mondwechsel- bzw. Zyklusgöttinnen. Sie  repräsentierten den ewigen Kreislauf von Werden, Sein und Vergehen und brachten zum Ausdruck, daß eine weiblich-göttliche Kraft immer von Neuem Leben hervorbrachte, es wieder zu sich zurückholte und es erneuerte durch den Tod hindurch. Auf die Lebensphasen der Frau bezogen stand Weiß für die Jungfrau, Rot für die reife Frau und die Mutter und Schwarz für die weise Alte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch in den Namen der drei Frauen spiegeln sich zyklische Vorstellungen. Anders als in Südtirol, wo sie oft vom Dialekt verformt wurden, hießen sie in ihren deutschen Verehrungsorten z.B. Ambet, Wilbet und Warbet (Eifel),  Embede, Wilbede und Warbede (Worms) oder Einbeth, Firpet und Gberpet (Leutstetten, Oberbayern).</p>
<p>Das aus dem Keltischen stammende Bet bedeutet so viel wie: die ganze Welt, der gesamte Kosmos und zugleich: die Ewigkeit, das unvergängliche Leben. Damit zeigt sich, daß wir in den drei Bethen jener weltweit als weiblich gedachten und göttlich verehrten Wandlungsenergie begegnen, deshalb heißen sie auch die “drei Ewigen”, sie sind die Verkörperung des ständig sich erneuernden Lebens zu bezeichnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Religionsgeschichtlich gesehen handelt es sich bei den drei Bethen vermutlich um die ältesten Zyklus-Göttinnen unseres Kulturraums. Ähnlich wie Isis oder die dreigestaltige Artemis, die das Leben unabhängig von einem Mann aus sich selbst heraus erschaffen hatten, galten sie als Jungfrauen, und das bedeutete im ursprünglichen Sinn: eins mit sich selbst, autonom und frei zu sein. Ihre Verehrungsgeschichte zeigt, daß sie auch in christlicher Zeit weiterlebten  und in der Volksfrömmigkeit ganz Mitteleuropas vom 12. bis ins 20. Jahrhundert hinein eine zentrale Rolle gespielt haben: als Hüterinnen der  Quellen und Bäume, als Garantinnen für gutes Wetter und eine reiche Ernte, als Verbündete aller Frauen, die mit dem Kinderkriegen ihre Not hatten, aber auch als Vermittlerinnen alten Frauenwissens und als Lehrmeisterinnen weiblicher Kraft und Unabhängigkeit.  Der Dreifrauenkult gehört damit zu den wichtigsten, gleichzeitig aber auch am stärksten verdrängten und bis heute verschwiegenen spirituellen Frauentraditionen unseres Kulturraums. Sichtbare, d.h. bildliche oder schriftlich erhaltene Zeugnisse dieses Kults haben sich vor allem in der Eifel, am Niederrhein, in Bayern, in Nord- und Südtirol erhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Trotz oder gerade wegen ihrer großen Popularität hatte die offizielle Kirche immer ihre Probleme mit den drei Bethen. Dementsprechend wurden sie auch nie in den offiziellen Heiligenkanon aufgenommen. Viele kirchliche Handschriften, Buß-ordnungen, Beichtspiegel und Visitationsprotokolle berichten indirekt von der Bekämpfung ihres Kults und den zahllosen Umdeutungs- und Vereinnahmungsversuchen von Seiten der kirchlichen Obrigkeit. Mancherorts sind sie die einzigen Zeugnisse, die belegen, welch hohen Stellenwert die drei Jungfrauen im Volksglauben hatten, wieviel Widerstandskraft und Oppositionsgeist die Menschen ihretwegen mobilisierten und wie wichtig es ihnen war, gerade von ihnen gesegnet und beschützt zu werden. Daß Bruen auf dem Kleranter Fresko in einer Segens- und Redegebärde abgebildet ist, die wir sonst eher von Christusdarstellungen kennen, bestätigt diesen heute fast unvorstellbaren Rang, den das Weiblich-Göttliche noch kurz vor der Reformation innerhalb der christlichen Kirche innehatte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Erni Kutter</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Autorin der Bücher: Der Kult der drei Jungfrauen, Eine Kraftquelle weiblicher Spiritualität neu entdeckt, München 1997 ; Schwester Tod. Weibliche Trauerkultur, Abschiedsrituale, Gedenkbräuche, Erinnerungsfeste, München 210</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Predigt über die Heiligen Frauen</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 08:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gottesdienste]]></category>
		<category><![CDATA[Heilige Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Predigten]]></category>

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		<description><![CDATA[in der Pfarrkirche in Güstrow, gehalten am 3. Juli 2011: &#160; Liebe Gemeinde, im Bus fuhren wir durch Mecklenburg zu den Heiligen Frauen auf unseren Altären: eine ökumenischen Frauengruppe aus dem Rheinland und ich. Die Katholikinnen fragten die Protestantinnen: „Warum interessiert ihr euch für die Heiligen Frauen, wir sind froh, endlich diese Ballast hinter uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>in der <a title="Pfarrkirche Güstrow" href="http://www.pfarrgemeinde-guestrow.de">Pfarrkirche in Güstrow</a>, gehalten am 3. Juli 2011:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Liebe Gemeinde,</strong></p>
<p>im Bus fuhren wir durch Mecklenburg zu den Heiligen Frauen auf unseren Altären: eine ökumenischen Frauengruppe aus dem Rheinland und ich. Die Katholikinnen fragten die Protestantinnen: „Warum interessiert ihr euch für die Heiligen Frauen, wir sind froh, endlich diese Ballast hinter uns zu haben, die Evangelischen antworteten: „Bei uns gibt es überhaupt nichts Weibliches oder Frauliches in der Theologie. Maria ist uns zwar bekannt, aber sie kommt in unserer Theologie und in unseren Predigten eigentlich nur an Weihnachten vor. Da sind wir einfach neugierig, welche Lebensentwürfe hinter diesen so schönen Altarfiguren stecken!“</p>
<p>Eine ganz andere Einstellung zum ökumenischen Zwiegespräch enthält das (Lied 253), das wir nach der Predigt singen werden: „Ich glaube, dass die Heiligen im Geist Gemeinschaft haben“ aber die Heiligen der katholischen Kirche wollen dank ihrer Gnadenwerke für uns eintreten bei Gott – dagegen unser evangelischer Glaube: „Wir haben <em>einen</em> Christus nur, den einigen Erlöser“. Vor Gott recht sind wir nur dank Jesus Christus! Das ist gute lutherische Theologie.</p>
<p>Uns also hat die Neugierde zum Reisen gebracht, was uns diese Frauengestalten wohl aus ihrem Leben und ihrer Geschichte zu sagen haben.</p>
<p><strong>Was ist uns Reisenden dann aufgefallen im Anblick der großen und kleinen Altäre?</strong></p>
<p>1. Diese Frauen zeichnen sich nicht durch sozialen Dienst aus, wie wir erwartet hätten, sondern durch Bekenntnis ihres Glaubens. Eine Ausnahme erkannten wir in <strong>Elisabeth von Thüringen</strong>, die hier im Norden immer mit einem Krug und einem Teller mit zwei Fischen gezeigt wird. Sie hatte ja ihr Geld und ihr Leben den Kranken verschrieben und schon als Jugendliche und Jungverheiratete auf manches verzichtet, wenn es die Armen in ihrem Land nicht hatten.</p>
<p>2. Eine andere Besonderheit bei uns in Mecklenburg und Pommerschen Kirchen ist: <strong>Maria Magdalena</strong> wird hier nicht als Sünderin und Büßerin dargestellt sondern als würdige Bürgersfrau. Warum? Vielleicht unter dem Einfluss von Lübeck, dessen Patronin Maria Magdalena war? Wir kennen sie ja aus der Bibel:  Jesus hatte Maria Magdalena von sieben Geistern befreit, worauf sie seine Jüngerin wurde, ihn wie andere Frauen beim Sterben nicht verließ, sondern mit den anderen Frauen sein Grab aufsuchte, um seinen Leichnam zu balsamieren, und dann wurde sie die erste Zeugin der Auferstehung. Wir sehen diese Szene rechts unten auf dem Flügel des Altars: Maria Magdalena kniet vor dem Auferstandenen, den sie in dem Gärtner erkennt. Sie hat schöne geflochtene Zöpfe.</p>
<p>Erst danach hat man sie fälschlicherweise mit der Sünderin identifiziert, die Jesus die Füße wäscht. Hier sehen wir sie mit dem Salbgefäß auf dem Weg zum Grab. Sie ist die einzige biblische Frau, von Maria abgesehen, denn auch die Hl. Anna kommt ja nicht im NT vor.</p>
<p>Nun möchte ich unseren Blick wenden auf eine besondere Gruppe aus drei Frauen, der so genannte <strong>Frauendreier.</strong></p>
<p><strong>Margarete mit dem Wurm,</strong></p>
<p><strong>Barbara mit dem Turm,</strong></p>
<p><strong>Katharina mit dem Radl,</strong></p>
<p><strong>das sind die drei Heiligen Madel.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So dichteten die Bayern.</p>
<p>Margarete kämpfte nicht gegen den Drachen, sondern sie zähmte ihn und führte ihn am Gürtel hinaus. Katharina war ausgesprochen schön, verweigerte aber die Heirat, siegte im Wettstreit mit vielen Gelehrten und wurde gerädert und mit dem Schwert enthauptet. Hier in Güstrow ist sie ja keine unbekannte, denn auf einem Flügel des Altars steht sie mit ihrer Märtyrerinnenkrone, den Fuß auf den am Boden kauernden Kaiser Maxentius gesetzt, in großer Würde. Das Rad erinnert auch daran, dass Katharina in der vorchristlichen Zeit eine Sonnenfrau war.</p>
<p>Auch Barbara lehnte eine Heirat ab – es ist ein verbreitetes Motiv, ja Klischee der Heiligenlegenden – sie wurde von ihrem Vater in einen Turm eingesperrt, weil sie dem christlichen Glauben nicht abschwören wollte.</p>
<p>Margarete wird auf unseren Altären mit einem kleinen Drachen, oft eher als „Wurm“ dargestellt, Katharina mit dem gebrochenen Rad, dem Schwert und manchmal mit Kaiser Maxentius oder Maximinus zu ihren Füßen.</p>
<p>Barbara mit einem Turm, aber oft auch mit Kelch und Oblate, denn sie hatte Sterbenden die letzte Ölung gegeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hinter diesen christlichen Märtyrerinnen steht eine lange Tradition, die auch schon <strong>vorchristliche Wurzeln </strong>hat: eine vorchristliche weibliche Dreieinigkeit. Sie reichen bis nach Südtirol und in das Rheinland, auch bei Hildegard von Bingen, der großen Theologin, Ärztin, Komponistin des Mittelalters, habe ich diese Dreiheit entdeckt: Drei Frauen symbolisieren die drei Lebensphasen der Frau, die junge kreative, die reife Frau in der vollen Blüte ihres Lebens und die alte weise Frau, die auf den Tod zugeht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt will ich hinweisen auf diese Frauen im Kamm. Sie können sie von weitem nur ahnen:  Maria Magdalena die 3. von links, Margarete die 5., Katharina die 6., Barbara mit dem Turm und dem Kelch die 9., Elisabeth rechts außen, sie liest hier ein Buch und zu ihren Füßen sehen wir einen Bettler.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die drei Lebensalter der Frau</strong>: als junge Frau ist sie kreativ, sei es, indem sie ein Kind gebiert, oder sei es, dass sie auf vielen anderen Gebieten kreativ ist. Im Mittelalter wurde die Geschichte der Margarete, wie sie den Drachen zähmt, während der Geburt vorgelesen! Sie ist unter anderem auch die Patronin der Gebärenden.</p>
<p>Katharina steht für die reife Frau, die klug ist, lebenserfahren, umsichtig, auf dem Zenit ihrer Kraft und Schönheit.</p>
<p>Barbara ist die Sterbebegleiterin. Wir kennen sie von dem alten Brauch, Barbarazweige am 4. Dezember in die Vase zu stellen, wenn im Winter alles abstirbt, und die dann an Weihnachten blühen. Sie symbolisieren die neue Hoffnung der Auferstehung. In jeder Lebensphase haben Frauen ihren unmittelbaren Bezug zum Göttlichen!</p>
<p>Margaretes Gedenktag ist der 20. Juli, Katharinas Gedenktag der 25. November, der Tag, an dem heute der Gewalt gegen Frauen und Kinder gedacht wird, Barbaras Tag kennen wir: der 4. Dezember.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Heute sind die drei Lebensphasen nicht mehr so scharf zu trennen</strong>. Junge Frauen warten oft lange, manchmal zu lange, auf die Zeit zum Kinderkriegen, und oft sind Frauen noch lange bis ins Alter hinein kreativ, ja sie entdecken erst nach den Wechseljahren oder im Ruhestand ihre besonderen Begabungen und entfalten sie. Auch von Hochbetagten sprechen wir heute, die auf ein langes Leben zurückblicken können, mit Höhen und ungeheuren Tiefen, wenn sie Krieg und Flucht miterleben mussten, dann die Wende &#8230;.</p>
<p>Dieser Frauendreier und die drei Lebensphasen, die sie symbolisieren, stehen weiterhin dafür, dass unser Bezug zu Gott, unser Glaube und unsere Leben aus dem Glauben vielfältig ist und sich jeweils ändern können. Wir sprechen heute von Spiritualität – Spiritualität der werdenden Familie – hier gibt es noch zu wenig Texte, ein sehr vernachlässigtes Thema, das zu Unrecht hinter der Taufe unsichtbar gemacht wird. Spiritualität als soziales Engagement der reifen Frau, Spiritualität als Gelassenheit und Schwellenerfahrungen im Alter.</p>
<p>Was würden Katharina, Barbara und Margarete heute sagen und tun?</p>
<p><strong>Margarete würde als Hebamme </strong>auch spirituelle Begleitung anbieten, Meditationen, Gebete und Segen über dem Neugeborenen, vor allem auch Trost bei unglücklich verlaufenden Schwangerschaften, zumal heute durch den Ultraschall so viele Frauen verunsichert werden. Sie würde Vorbereitungskurse anbieten, in denen sie auch sagt, dass die Geburt ein Schöpfungsereignis ist. Und sie wäre vielleicht wieder bei Taufen dabei, so wie es früher mal war.</p>
<p><strong>Katharina würde vielleicht ein Buch schreiben über den Dialog zwischen Christentum und Atheismus</strong>, sie würde zu Diskussionen in den evangelischen Akademien eingeladen, sie wäre vielleicht unverheiratet, aber erfüllt von ihren Aufgaben und einem großen Freundeskreis.</p>
<p>B<strong>arbara hätte noch mitgekämpft um die Frauenordination</strong> und wäre heute Pastorin, Krankenhausseelsorgerin,  vielleicht auch Psychotherapeutin für alle Menschen, die wie sie eingeschlossen in einem Turm leben, weil die Umstände und die mangelnden seelischen Kräfte dazu führten.</p>
<p>Wir können hier noch weiter spinnen und weben und uns aus der Spiegelung mit den Heiligen Frauen aus unseren Altären berühren lassen von Gott: In welcher Lebensphase bin ich heute? Wie erfahre ich heute meinen unmittelbaren Bezug zum Göttlichen?</p>
<p>Ich schließe mit einem humorvollen Gedicht, das an die bäuerliche Lebensweise in unserem Land erinnert, und in dem noch eine sehr volkstümliche Seite der Katharina aus dem <strong>frauenrechtlichen Brauchtum</strong> zum Ausdruck kommt. Pastorin Annette Kalettka hat es gedichtet und bezieht auch das heutige Leben von Frauen in unserem Land mit ein:</p>
<p>Doch durch das Rad -</p>
<p>war es um Katharina schad.</p>
<p>Die Frauen und Mädchen, die spinnen und weben,</p>
<p>die haben dem Rad neues Leben gegeben.</p>
<p>Sie wählten mich zu ihrer Begleiterin.</p>
<p>In Mecklenburg-Vorpommern bin ich  &#8211; neben Maria -  in fast jeder Kirche drin.</p>
<p>Ja, es gibt hier im Norden noch viele Frauen.</p>
<p>Die schönen und klugen jedoch gen Westen schauen.</p>
<p>Doch einige bleiben und geben das Beste -</p>
<p>Nicht nur im Alltag, sondern auch beim Feste.</p>
<p>Vielleicht dauert es nicht mehr lang</p>
<p>und dann ist auch in Mecklenburg der Kathreinstag dran.</p>
<p>In Belgien ist er längst Tradition,</p>
<p>da gehen die Frauen von Station zu Station</p>
<p>und besuchen einander mit manch lautem Ton.</p>
<p>Auch Mädchen sind dabei –</p>
<p>sie haben an diesem Tag sogar schulfrei.</p>
<p>Das Spinnen hat dann Ruh –</p>
<p>nur beim Tanzen schaut frau einander zu.</p>
<p>Lasst auch uns einstimmen in diesen Reigen</p>
<p>und einander das Tanzen zeigen.</p>
<p>Heißa, Kathareinerle, schnür dir die Schuh &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Andacht über die Heilige Lucia</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 16:57:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andachten]]></category>
		<category><![CDATA[Heilige Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Meditative Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#160; Das Luciafest Ein Beitrag in dem Buch: Andachten für die Arbeit mit Frauen in der Gemeinde, Hrg. Von Martina Gerlach und Angelika Weigt-Blätgen, Bd 3 Gütersloh 2002, S.162-168 hier das Lucia-Lied &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; Annäherung an das Thema Eine Andacht über die Heilige Lucia, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/06/LucialiedNotenklein.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-726" title="LucialiedNotenklein" src="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/06/LucialiedNotenklein-169x300.jpg" alt="" width="169" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Das Luciafest</strong></p>
<p>Ein Beitrag in dem Buch: Andachten für die Arbeit mit Frauen in der Gemeinde, Hrg. Von Martina Gerlach und Angelika Weigt-Blätgen, Bd 3 Gütersloh 2002, S.162-168</p>
<p><em>hier das Lucia-Lied</em></p>
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<p><strong>Annäherung an das Thema</strong></p>
<p>Eine Andacht über die Heilige Lucia, die Lichtträgerin, stellt uns vor drei Fragen und Herausforderungen: Warum befassen wir uns in einer  evangelischen Frauengruppe mit einer Heiligen? Wie können wir auch die dunkle Seite dieser Gestalt würdigen? Wie werden wir konkret der Lucia begegnen?</p>
<p>Wir bekennen mit der Kirche, dass wir alle zur &#8220;Gemeinschaft der Heiligen&#8221; gehören. Im Gegensatz zum katholischen Glauben wenden wir uns nicht an Heilige als FürsprecherInnen oder NothelferInnen. Wir erkennen in ihnen aber Ur-Bilder des Lebens und Glaubens und indem wir uns mit ihnen beschäftigen, erweitern, bereichern und festigen wir unser Leben und unseren Glauben. Dazu ist es notwendig, dass wir uns vor Augen halten, dass die Heiligen der frühen Kirche und des Mittelalters eine tiefe Wandlung durchgemacht haben von ihrer vorchristlichen göttlichen Gestalt zu ihrer christlichen Märtyrerrolle. Bei diesem Prozess  wurde oft die dunkle Seite, die Kehrseite des Hellen, abgespalten, und die Gestalt wurde allein auf das Lichte, Gütige, Liebende festgelegt. Doch im Brauchtum ist das Dunkle oft erhalten geblieben. So war Lucia eine Muttergottheit, die das Gebären und Sterben, das Trösten und Strafen versinnbildlichte. Ihre lichte Seite blieb in der Lucialegende erhalten, ihre dunkle Seite finden wir im Brauchtum der Percht, einer furchterregenden wilden Maske,  wieder. Ihre christliche Legende, die wir in der Andacht erzählen, hat ihren Ursprung in Sizilien. In Schweden ist ihre Lichtgestalt ein wesentlicher Teil des Weihnachtsfestes.</p>
<p>Die Beschäftigung mit den  &#8220;getauften Göttern und Göttinnen&#8221; kann unsere inneren Bilder, unsere seelische Verfassung direkt treffen und uns bereichern. Das trifft in besonderem Maße zu für die weiblichen Heiligen, denn im protestantischen Bereich gibt es, wie C. G. Jung sagte &#8220;Keine Frauen im oberen Parlament&#8221;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Andacht</strong></p>
<p>Habe ich richtig gehört? Eine Andacht über eine katholische Heilige? Das macht mich aber neugierig! Und warum gerade die Heilige Lucia? Die habe ich doch letztes Jahr in einem Kaufhaus als Werbegag gesehen! Eine junge weißgekleidete Frau trug einen Kranz mit vier Kerzen auf dem Kopf. &#8211; Und ich habe sie im Fernsehen gesehen in einer Sendung über schwedische Weihnachtsbräuche!</p>
<p>Ja, liebe Frauen, wir feiern heute (gestern/morgen) das Luciafest. Es ist der 13. Dezember. Das war in der Zeit des Julianischen Kalenders die Wintersonnenwende, heute ist es der 21. Dezember. Das heißt also, dass das Luciafest die Wende vom kürzesten Tag und der längsten Nacht hin zum langsam werdenden Frühling feierlich begeht. Jetzt verstehen wir sofort, warum an diesem Tag eine Lichtgestalt gefeiert wird. Sie trägt die Hoffnung auf das Licht, die Wärme und das neue Leben in der Natur!</p>
<p>Wer war Lucia? Lucia hat eine bewegte Geschichte hinter sich, die bis in die Religion unserer Vorfahren reicht. Sie war ursprünglich eine göttliche Lichtgestalt und eine dunkle Muttergottheit zugleich, die schwarze Luz. Wir erleben alle, dass Helles und Dunkles, Licht und Finsternis, Erhabenes und Gefährliches in unserem Leben nahe beieinander liegen. So haben unsere Vorfahren diese Göttin des Lebens und des Todes verehrt. Sie war ihnen der Grund alles Lebendigseins. Und weil wir bei unserer Geburt zum ersten Mal das Licht sehen, ist Lucia auch die Göttin der Wehen, der Geburt und des Kindbettes gewesen.</p>
<p>Ihr Name LUCIA wurde zum ersten Mal auf einer Grabplatte in einer Katakombe in Syrakus entdeckt. War sie eine christliche Märtyrerin? Ja! Und schon entstand ihre Legende:</p>
<p>Lucia war die Tochter reicher christlicher Eltern. Ihre Mutter wurde während der Wechseljahre sehr krank und Lucia reiste mit ihr zum Grab der Heiligen Agatha. Aber Agatha erschien ihr im Traum und sprach zur ihr: &#8220;Warum soll ich deine Mutter heilen, wo du es doch selbst kannst. Dein Glaube hat deiner Mutter geholfen!&#8221;  Sie kehrt mit der geheilten Mutter nach Syrakus zurück und beschließt jungfräulich, zu bleiben. Aber nun tritt der erzürnte Verlobte auf den Plan. Lucia verteidigt in einem Streitgespräch ihren Glauben. Nun soll sie ins Bordell gezerrt werden, dadurch soll der Heilige Geist von ihr weichen. 60 Männer und 60 Pferde schaffen es nicht, sie dorthin zu bringen. Dann folgen Feuer und Pech, Harz und Öl aber erst ein Dolch, der durch ihren Hals getrieben wird, tötet sie. Im Sterben ruft sie aus: &#8221; Bringt meine schönen Augen meinem Verlobten auf einem Teller. Er hat sie so gerühmt!&#8221; Das ist der Grund, weshalb Lucia auch gerne mit den Augen dargestellt wird. Das alles, was diese Legende erzählt, soll sich im Jahre 304 zugetragen haben. Viele Jahre später &#8211; um die Jahrtausendwende &#8211; wird ihr Kult auf einmal sehr weit verbreitet. Otto I ließ ihre Gebeine nach Metz überführen. Dann gibt es noch einmal eine Verehrungswelle nach der Reformation. Zu dieser Zeit bilden sich sogenannte Lucienbruderschaften.</p>
<p>Liebe Frauen, mit diesen MärtyrerInnenlegenden haben die Menschen im Mittelalter vieles ausdrücken können, aber uns ist das heute sehr fremd. Wir sind dennoch beeindruckt von der Standhaftigkeit im Glauben und von der Kraft des Heiligen Geistes, der stärker ist als alle Anfeindungen und Todesgefahren.</p>
<p>Ganz anders ist die Geschichte der Lucia im hohen Norden. In Schweden gehört sie zu den Advents- und Weihnachtsbräuchen. Dort ist etwas von dem erhalten, was Jesus im Johannesevangelium sagt: das Licht scheint in der Finsternis (Joh 1,5 und 8,12). Lucia erscheint dort umringt von vielen jungen weißgekleideten Mädchen mit einem Kerzenkranz auf dem Kopf und bringt Lichter und Gebäck. Und von dort kommt nun dieser Brauch in die Kaufhäuser, wie wir es in Schwerin erleben.</p>
<p>Natürlich ärgert es uns sehr, dass religiöse Bräuche für die Werbung missbraucht werden. Doch wir lassen uns dadurch nicht den Blick verderben für die Kraft der religiösen Bilder. Und das ist es, was das Luciafest uns sagen will: Wir tragen alle in uns die Sehnsucht nach dem Licht. Wir wünschen uns Klarheit in unserem Denken, wir wünschen uns Echtheit in unseren Gefühlen, wir wünschen uns Offenheit in unseren Beziehungen. Denn wir sind auf der Suche nach Erkenntnis, wir leiden unter der Verdrängung unserer Bedürfnisse, wir hassen es, wenn unsere Mitmenschen Tatsachen verheimlichen. Und wir arbeiten ein Leben lang daran, unserer Angst standzuhalten, die wir von dem Sterben haben.</p>
<p>Das Licht scheint in der Finsternis &#8211; dieses Wort Jesu findet in der Gestalt der Lucia einen sehr schönen Ausdruck, der uns mit allen Sinnen ergreift. Sie erhellt unser Gemüt, sie leuchtet uns voran auf unserem Weg zur Klarheit, zur Echtheit und zur Offenheit. Ihre lange Geschichte aus der vorchristlichen Zeit lehrt uns, dass das Finstere, das Leiden, das Böse, das Aggressive, dass das alles der Ort ist, wohin das Licht scheint.</p>
<p>So steht für uns hinter der Heiligen Luzia Jesus selbst, der das Licht der Welt ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hinweise zur liturgischen Gestaltung</strong></p>
<p>Zu Beginn der Feierstunde stehen noch keine Kerzen auf dem Tisch. Jetzt nach der Andacht geht die Tür auf und Lucia tritt herein. Sie trägt den Kerzenkranz auf dem Kopf und sie selbst oder andere junge Frauen bringen Kerzen für die Tische mit.</p>
<p>(Sie können einen Adventskranz kaufen oder ihn selbst binden und vier Kerzenhalter hineinstecken. Wichtig ist der feste Unterbau, sei es aus Styropor oder aus Naturfasern.)</p>
<p>Lucia und die anderen Frauen bleiben in der Mitte des Raumes stehen.</p>
<p>Wir singen alle das <strong>Luzialied</strong>: (dort mit z geschrieben)</p>
<p>1. Dunkelheit liegt so schwer auf allem Leben.</p>
<p>Sonne die scheint nicht mehr.</p>
<p>Nachschatten schweben.</p>
<p>Durch dunkle Stub´und Stall</p>
<p>schreitet im Lichterstrahl</p>
<p>Sancta Luzia, Sancta Luzia,</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>2. Nacht war so groß und stumm,</p>
<p>nun hört ein Brausen</p>
<p>ums stille Haus herum</p>
<p>wie Flügelrauschen.</p>
<p>Seht dort, wie wunderbar,</p>
<p>kommt her mit Licht und Haar</p>
<p>Sancta Luzia, Sancta Luzia,</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>3. Bald flieht die Dunkelheit</p>
<p>aus dieser Welt.</p>
<p>Bald steigt dieser Tag erneut</p>
<p>vom Himmelszelt.</p>
<p>Welch wunderbarer Geist,</p>
<p>der uns dies Licht verheißt;</p>
<p>Sancta Luzia, Sancta Luzia,</p>
<p>(Die Melodie hierfür finden Sie in dem Heft &#8220;Mitarbeiterin&#8221;, s. Literaturhinweise.)</p>
<p>Anderes Lied: &#8220;Es kommt ein Schiff geladen&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir beten nun mit den Worten von <strong>Christa Peikert-Flaspöhler zum Lucientag:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>was könntest du uns bringen</p>
<p>Lichte</p>
<p>Vergessene</p>
<p>in dunklen Zeiten</p>
<p>bekränzt mit Sternen</p>
<p>die wir nicht mehr fassen</p>
<p>in unsern Spiegelteleskopen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>als Sehnsucht dich ins Winterdunkel</p>
<p>pflanzte des Nordens</p>
<p>ins wilde Treiben alter Götterheere</p>
<p>geschah´s</p>
<p>weil du die Sonne deines warmen Landes</p>
<p>begeistert aufgehn ließest im Osterlicht?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>dich so zu sehen</p>
<p>Signal inmitten des Pilgerns</p>
<p>zum Geheimnis</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nun werden Kerzen an jede Frau verteilt. Sie können hierfür Tannenbaumkerzen nehmen, die zum Schutz vor Wachs in Papier gewickelt sind oder die schmalen langen Vigilkerzen, wie sie in katholischen Gemeinden zu Wallfahrten verwendet werden.</p>
<p>Die Leiterin stimmt das Lied an : &#8220;Mache dich auf und werde Licht&#8221;. Sie macht seitenverkehrt die Gebärden einmal vor: Rechte Hand nach außen führen, linke Hand mit Kerze nach außen führen, beide Hände nach oben zusammenführen, dann gemeinsam mit der Kerze zum Herzen hin.</p>
<p>Sie spricht: Lasst uns nun das Licht, das von Jesus über Lucia zu uns scheint, aufnehmen und selbst zum Licht werden, mit dem wir die Finsternis erhellen. Wir singen das Lied dreimal und führen die Gebärden dabei ganz im Einklang mit uns selbst und konzentriert durch.</p>
<p>In die Stille am Schluß hinein <strong>segnet die Leiterin alle Frauen</strong>:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Licht strahlt auf über deinem Haar</strong></p>
<p><strong>helles Licht über dunklem Haar</strong></p>
<p><strong>Lucia &#8211; du Leuchtende</strong></p>
<p><strong>möge Licht uns die dunkle Zeit erhellen</strong></p>
<p><strong>möge Licht uns den Weg zeigen</strong></p>
<p><strong>möge Licht unseren Herzen Hoffnung schenken</strong></p>
<p><strong>Lucia &#8211; Lichtfrau göttliche</strong></p>
<p><strong>wir bitten um deinen Segen!</strong></p>
<p><strong>Im Namen Jesu, der das Licht ist,</strong></p>
<p><strong>das in die Welt gekommen ist!</strong></p>
<p><strong>Amen</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt werden Luciaplätzchen ( Lussekatten mit Safran) aufgetragen. Das Rezept dazu finden Sie auch in der Zeitschrift &#8220;Die Mitarbeiterin&#8221;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Anregungen zur thematischen Weiterarbeit</strong></p>
<p>- Sammeln von Brauchtum, Liedern, Geschichten um Lucia, z. B. Lichterschwemmen, Getreide in einen mit Erde gefüllten Teller säen, Lucienbrot, Zeitungsartikel über Luziafeste heute in Adventsfeiern und in Kaufhäusern.</p>
<p>- Meditieren von Licht und Dunkel in unserer Seele, in unserem Leben, oder &#8220;Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt&#8221;. Z.B. vor einer Kerze in inneren Bilder Dunkelheit und Licht ausmalen und dann nach unserer Beziehung dazu fragen.</p>
<p>- Reise zu den Heiligen Frauen in Kirchen der Umgebung oder mit dem evangelischen Frauenwerk Stralsund durch Mecklenburg und Vorpommern zu den Heiligen Frauen auf den Schnitzaltären dort, erarbeitet von Astrid Utpatel-Hartwig, die die Reise auch begleitet..</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<p>- Lore Kufner, Getaufte Götter. Heilige zwischen Mythos und Legende, Verlag J. Pfeiffer München 1992, S. 158 &#8211; 167, vergriffen</p>
<p>- Jutta Ströter-Bender, Heilige. Begleiter in göttliche Welten. Reihe Symbole, Kreuz Verlag Stuttgart 1990, allgemein über Heilige, vergriffen</p>
<p>- Erni Kutter, Der Kult der drei Jungfrauen. Eine Kraftquelle weiblicher Spiritualität neu entdeckt, Kösel Verlag München 1997 S. 109 und 155</p>
<p>- Die Mitarbeiterin. Werkheft für Frauenbildung und Frauenseelsorge, November/Dezember 2001 Heft 6, Lied S. 9, Text S.28 -33: Gisela Baltes: Was schreitet da um Lichterstrahl?,  Klens Verlag GmbH Carl-Mosterts-Platz 1, 40477 Düsseldorf Tel: o211 / 944794 &#8211; 20</p>
<p>- Christa Peikert-Flaspöhler, Höre, Göttliche Freundin. Gebete und Mediationen, Kösel Verlag 1999 S. 167</p>
<p>- Lucia &#8211; Segen: FrauenKirchenKalender 1996 S. 156</p>
<p>- Mache dich auf und werde Licht! FrauenKirchenKalender 1999 S. 168</p>
<p>- Adresse für die Reise in Mecklenburg &#8211; Vorpommern: Ev. Frauenwerk, Große Parumer Str. 42, 18435 Stralsund, Tel 03831 / 3758 &#8211; 0 Fax &#8211; 19, evfrauenwerkmv@freenet.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Heilige Dorothea</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 11:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heilige Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Heilige Dorothea &#160; Auf den mittelalterlichen Altären in unseren Kirchen und Museen finden wir viele heiligen Frauen und Männer. Die Männer sind Jünger Jesu. Christophorus mit dem Jesuskind auf der Schulter bildet da eine Ausnahme. Die Frauen, die eine Krone tragen, sind Märtyrerinnen. Sie und die anderen sind zu erkennen an den Gegenständen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/05/Dorothea.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-460" title="Dorothea" src="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/05/Dorothea.jpg" alt="" width="150" height="224" /></a>Die Heilige Dorothea</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf den mittelalterlichen Altären in unseren Kirchen und Museen finden wir viele heiligen Frauen und Männer. Die Männer sind Jünger Jesu. Christophorus mit dem Jesuskind auf der Schulter bildet da eine Ausnahme. Die Frauen, die eine Krone tragen, sind Märtyrerinnen. Sie und die anderen sind zu erkennen an den Gegenständen, die sie tragen. Die Männer haben die Werkzeuge ihres Berufes oder ihres Sterbens in der Hand, so Johannes der Evangelist den Kelch, aus dem oft eine Schlange hervorschaut als Symbol des Giftes, das er trinken musste, aber nicht daran starb. Maria Magdalena, meist als vornehme Bürgersfrau gekleidet, hält ein Salbgefäß, Margarete den Drachen, den sie zähmte, Gertrud von Nivelles das Hospiz, das sie gründete. Elisabeth von Thüringen, die eine Kanne und eine Teller mit zwei Fischen trägt, ist die einzige, die durch soziale Aktivitäten bekannt wurde. Alle anderen haben ihren Glauben mutig bekannt. Die Jüngste ist Agnes, sie trägt ein Lamm, die Älteste Apollonia. Ihr wurden die Zähne ausgeschlagen, weshalb sie oft mit einer Zange abgebildet ist. Barbara trägt als Sterbebegleiterin einen Kelch mit Oblate und/oder einen Turm, in dem sie gefangen gehalten wurde und Katharina das Schwert und das zerbrochene Rad, ihre Folterinstrumente. Die Frauen kommen aus ganz Europa und Vorderasien: aus Alexandrien, Caesarea, aus Frankreich, England und Deutschland.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Heilige Dorothea erkennen wir sofort an dem Körbchen mit Rosen und Äpfeln. Oft trägt sie einen Rosenkranz im Haar und einem Knaben steht zu ihren Füßen. Die Legende erzählt, dass sie, als sie zur Hinrichtung geführt wurde (etwa um 300 n. Chr. in Caesarea), rief: „In dieser Welt ist es kalt. Ich bin froh, dass ich jetzt in ein Land gehen kann, in dem es keinen Winter und keinen Schnee gibt und die Sonne nie untergeht.“ Theophilus, ein spöttischer Rechtsanwalt, der die Szene beobachtete, rief ihr zu: „Schicke mir Rosen und Äpfeln, wenn du dort bist!“ Und tatsächlich kam nach einigen Wochen ein Knabe und überbrachte ein Körbchen mit Rosen und Äpfeln. Im hohen Mittelalter wurde Dorothea sehr verehrt als Patronin der Neuvermählten und BlumengärtnerInnen.</p>
<p>Die Heiligen auf unseren Altären haben auch eine vorchristliche Ideengeschichte. Sie sind „getaufte Göttinnen“. Die christlichen Missionare haben Göttinnen vorgefunden, die sie dem Volk dadurch erhalten konnten, indem sie sie nun zu christlichen Märtyrerinnen gemacht haben.</p>
<p>So ist der Früchtekorb der Dorothea ein Sinnbild für die Liebe und die Fruchtbarkeit. Er erinnert an die Matronen, die römischen, ursprünglich keltischen Muttergottheiten &#8211; den Nornen vergleichbar. Eine der Matronen trägt einen Früchtekorb auf ihrem Schoß.</p>
<p>Dorotheas Gedenktag ist der 6. Februar, ein Tag im Frühjahr, an dem die Menschen auf neue Fruchtbarkeit hofften, um den Winter überleben zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Meine Idee, diese Altäre zu besuchen, um den Frauen, unseren Vor-Müttern, neu zu begegnen, wird von den Frauenwerken in Mecklenburg-Vorpommern, in Bayern und auch in Rumänien weiter getragen. Eröffnen auch Sie sich diese Jahrtausende alte Frauentradition in Ihrer Umgebung!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Bild zeigt die Heilige Dorothea auf dem St. Georgenaltar in Wismar</p>
<p>aus: FrauenKirchenKalender 2004, Foto: Martin Poley</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Heilige Odilia</title>
		<link>http://www.hanna-strack.de/439/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 10:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heilige Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Odilienberg birgt ein Geheimnis Mitten im Herzen Europas liegt der Odilienberg bei Straßburg, ein ganz besonderer Ort. Seit der Jungsteinzeit ist er besiedelt, aus 300000 Steinblöcken wurde die „Heidenmauer“ errichtet, es gab ein römisches Kastell und Herrad von Landsberg schrieb dort oben im Kloster Hohenberg ihre Lehrfiebel für Nonnen, den „Hortus Deliciarum.“ Vor allem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/05/OdiliaBild.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-442" title="OdiliaBild" src="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/05/OdiliaBild.jpg" alt="" width="80" height="184" /></a></strong></p>
<p><strong>Der Odilienberg birgt ein Geheimnis</strong></p>
<p>Mitten im Herzen Europas liegt der Odilienberg bei Straßburg, ein ganz besonderer Ort. Seit der Jungsteinzeit ist er besiedelt, aus 300000 Steinblöcken wurde die „Heidenmauer“ errichtet, es gab ein römisches Kastell und Herrad von Landsberg schrieb dort oben im Kloster Hohenberg ihre Lehrfiebel für Nonnen, den „Hortus Deliciarum.“ Vor allem aber ist das Kloster die Heimat der Hl. Odilia. Zu seinen Füßen sprudelt eine Heilquelle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wer war die Heilige Odilia?</strong></p>
<p>Wenn wir eine heilige Frau betrachten, dann ist es, als würden wir durch ein Fenster Jahrtausende zurück schauen. So ist es auch mit der Heiligen Odilia oder Ottilie, die von ca 650 bis 720 n. Chr. lebte, und deren Legende die typischen Motive der Heiligenleben trägt. Ihr Vater Adalrich, Herzog von Elsass, wollte das Kind töten lassen, weil es ein Mädchen und blind war. Ihre Mutter Bereswinde aus dem Geschlecht der Merowinger gab sie einer Hebamme, die sie in dem Kloster Balma unterbrachte. Mit 12 Jahren wurde das Mädchen vom Regensburger Bischof getauft. Als sie die Öl getränkte Augenbinde abnahm, war sie sehend! Sie bekam den Namen Odilia, d. h. Tochter des Lichts. Ihr Bruder holte sie zurück ins Schloss, der jähzornige Vater tötete ihn deshalb, Odilia betete später für die Errettung des Vaters vom Fegefeuer. Als Äbtissin leitete sie das Doppelkloster auf dem Odilienberg. Frauen und Männer lebten nach der keltischen Spiritualität zusammen wie heute noch in der IONA-Community in Schottland. Papst Pius XII berief sie am 6. Juni 1946 zur Schutzpatronin des Elsass. Ihre Attribute sind zwei Augen auf einer aufgeschlagenen Bibel. Sie wird bei Augenkrankheiten und Blindheit angerufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Odilia – eine getaufte Göttin?</strong></p>
<p>Die oberrheinische Landschaft ist wie eine Erd-Klinik, Stein, Baum, Wasser, Berg und Höhle bilden ihr seelisches Muster. Das Kloster Hohenburg war solch ein Heil-Ort, der christianisiert und mit der Odilia-Legende belegt wurde und dessen Heilerin in eine christliche Heilige verwandelt wurde, sodass die Menschen weiterhin die heilenden Kräfte nutzen konnten. Odilias Festtag, der 13. Dezember, zugleich der Tag der Hl. Lucia, war nach dem gregorianischen Kalender die Wintersonnenwende. Odilia steht in der Tradition des alteuropäischen, keltischen Heil-Wissens. Sie ist die Wegweiserin, die die Menschen aus der Dunkelheit in das Licht führt. So kann sie auch uns die Augen und alle Sinne öffnen, damit wir in der  Konsum- und Spaßgesellschaft die großen Gefühle erleben und Kreativität, Lebenslust und Liebe frei setzen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>An Odilia</strong></p>
<p>Wir sind keine Vagabundinnen am Rande des Weltalls,</p>
<p>wir sind verwoben mit der Erde</p>
<p>und bedürfen ihrer heilenden Kräfte.</p>
<p>Berühre unsere Sinne, Heilige Odilia,</p>
<p>dass wir mit offenen Augen die Natur ehren,</p>
<p>in Weisheit leben, mit Liebe die Menschen achten</p>
<p>und unsere schöpferischen Kräfte entfalten</p>
<p>zum Wohle der Erde und aller Menschen.</p>
<p>Amen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.Odilienberg.net/odilia/de/">www.Odilienberg.net/odilia/de/</a></p>
<p>Literatur zur Vertiefung: Petra van Cronenburg: Geheimnis Odilienberg. Eine Reise durch heilige Räume und Zeiten. Diederichs: München 1998</p>
<p>Lore Kufner, Getaufte Götter. Heilige zwischen Mythos und Legende, Pfeiffer: München 1992</p>
<p>Aus: FrauenKirchenKalender 2011</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kabarett der Theologinnen</title>
		<link>http://www.hanna-strack.de/kabarett-der-theologinnen/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 12:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heilige Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich eines Theologinnenkonventes haben Pastorinnen der Ev.-Luth. Landeskirche in Mecklenburg ein Kabarett aufgeführt, das die Hieligen Frauen in den Ausgestaltungen der Kirchen des Landes beschreibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/05/KabarettSalem.pdf">Kabarett über die Heiligen Frauen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie können hier den Text herunterladen!</p>
<p>&nbsp;</p>
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