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	<title>Hanna Strack &#187; Frauen der Bibel</title>
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		<title>Lilith-Song für das Kabarett</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Aug 2012 10:16:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen der Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Kirchentag in München 1993 haben einige Theologinnen ein Kabarett "Lilith" gegründet und Szenen gespielt und sie mit diesem Song begonnen und beendet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lilith-Song</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Refrain:</strong></p>
<p>Ich bin Lilith, die erste Frau</p>
<p>und was ich will, weiß ich genau.</p>
<p>Ich bin voller Saft und Kraft,</p>
<p>pfeif auf den Mann, der mich begafft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1.</p>
<p>Die erste Frau war Lilith, nicht Eva.</p>
<p>Lilith war eine Frau, die wußte, was sie wollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>2.</p>
<p>Sie lebte mit Adam im Garten.</p>
<p>Eines Tages gab es Streit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>3.</p>
<p>Adam wollte immer oben liegen.</p>
<p>Lilith sollte unten liegen.</p>
<p>Das hatte sie satt, sie wollte Abwechslung.</p>
<p>Das gefiel Adam nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>4.</p>
<p>Lilith rief den Namen ihres Gottes</p>
<p>und flog davon zum Roten Meer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>5.</p>
<p>Da schickte der Gott Adams Engel,</p>
<p>um sie zurückzuholen.</p>
<p>Ich will nicht zurück, mir geht es gut,</p>
<p>sagte Lilith.</p>
<p>Da schrie Adam: Fotze, Hure, §218-Frau!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>6.</p>
<p>Adam bestellte sich eine neue Frau bei Gott,</p>
<p>eine Philippina, anschmiegsam, aus dem Katalog.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tamar, die Dattelpalme</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 15:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen der Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese biografie habe ich für den FrauenKirchenKalender 2005 geschrieben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/TamarZwill300.tif"><img class="alignleft size-full wp-image-1817" title="TamarZwill300" src="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/TamarZwill300.tif" alt="" width="327" height="340" /></a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div>
<p>Bild:</p>
<p><strong>Tamar gebiert die Zwillinge Perez und Serach, 1. Mose 38</strong></p>
<p><strong>Rechts die Hebamme, die dem Kind Serach, das zuerst die Hand rausstreckte, dann aber wieder zurückzog, einen karmesinroten Faden umband. Damit wird es zum Erstgeborenen. Perez ist Vorfahre Jesu Mt 1,3; Lk 3,33.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Codex Vindobonensis 2554 zu Genesis 38, Zentralbibliothek Luzern, aus: Sölle u.a. Große Frauen der Bibel, <a href="http://www.herder.de" target="_blank">Herder </a>1993 S.91</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Tamar, die Dattelpalme</strong></p>
<p><strong>1.Mose 38</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Geschichte versetzt uns zurück in die Zeit, als es ein <strong>Schafschurfest der Hirten</strong> gab und als die Heilige Hochzeit gefeiert wurde. Sexualität war Teilhabe an der Leben spendenden Kraft der Gottheit. Eingereiht in die Erzelternsaga erzählt sie von <strong>Juda, dem Sohn der Lea und des Jakob und von Tamar, seiner Schwiegertochter, die uns im Neuen Testament wieder begegnet als eine der Ahnfrauen Jesu, die im Stammbaum im Matthäusevangelium genannt werden</strong>. Ihr Name heißt Dattelpalme, diese war damals der Lebens- und Fruchtbarkeitsbaum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und so geht die Geschichte: Juda zieht in das <strong>Land Kanaan, </strong>nimmt sich dort eine Frau und bekommt drei Söhne Ger, Onan und Schela. Juda gibt seinem Ältesten die Kanaanäerin Tamar zur Frau. Aber Ger stirbt, und Tamar bekommt nach israelischem Recht, der so genannten Schwagerehe, seinen Bruder Onan zum Ehemann.  Das heißt, dass <strong>eine Witwe das Recht hat für Nahrung, Kleidung und Sexualität.2. Mose 20,21</strong>. Da Onan aber keine Nachkommen haben will, die dann seinem Bruder zugerechnet werden, lässt er den Samen auf die Erde fallen, wie nennen es coitus interruptus und nicht, wie fälschlicherweise aus seinem Namen abgeleitet wird, Onanie. Onan stirbt dann ebenfalls.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Juda will ihr nun aber seinen jüngsten Sohn Sela der Tamar nicht zum Mann geben aus Sorge, dieser könnte auch sterben. Angesichts dieses Unrechts nimmt Tamar nun ihre Geschicke selbst in die Hand. Sie unterläuft die <strong>patriarchale Macht </strong>durch eine List. Sie legt ihre Witwenkleider ab und verkleidet sich als Kultdirne, eine Frau, die dem Mann ermöglicht,  durch sexuelle Ekstase der Gottheit näher zu kommen. Tamar setzt sich an den Wegesrand, wo ihr Schwiegervater Juda zum Fest der Schafschur über Land geht. Er erkennt sie natürlich nicht und will mit ihr schlafen. Und wie es sich gehört, will er mit einen Ziegenbock bezahlen. Doch kann er ihr jetzt sofort nur ein Unterpfand geben, nämlich die Insignien seines Standes: <strong>Siegel, Schnur und Stab</strong>. Als er diese später durch einen Freund einlösen lassen will, ist Tamar verschwunden und niemand weiß etwas von ihr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Drei Monate später hinterbringt man Juda, seine Schwiegertochter sei schwanger. <strong>Nach den Gesetzen muss sie sterben</strong>. Sie soll verbrannt werden. Doch „als man sie hinaus führte, schickte sie die Insignien zu ihrem Schwiegervater und ließ ihm sagen: Der, von dem dieses stammt, von dem bin ich schwanger.“ Juda reagiert sofort: <strong>„Sie ist gerechter als ich!“.</strong> Juda beugt sich dem Recht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als Tamar Zwillinge gebiert und das erste Kind seine Hand rausstreckt, <strong>bindet die Hebamme einen karmesinroten Faden an sein Handgelenk</strong> zum Zeichen, dass er der Erstgeborene ist. Der Zweite, Perez, wird der Vorfahre Davids und somit kommt Tamar in Jesu Stammbaum. Mt 1,3.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Warum ist diese ungewöhnliche Erzählung in die Erzelterngeschichte mit aufgenommen worden? Will der Verfasser zeigen, dass Gott auch auf ungewöhnlichen Wegen sein Haus erbaut?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tamar ist weder Ehefrau noch Hure. Sie ist eine selbst bestimmte Frau. Durch die List, mit der sie sich ihr Recht verschafft, und durch das Risiko, das sie dabei eingeht, verlässt sie die Opferrolle und wird zur Handelnden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hanna Strack</p>
<p>aus: <a href="http://frauenkirchenkalender.de" target="_blank">FrauenKirchenKalender</a> 2005</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schifra und Pua &#8211; vorbildliche Hebammen</title>
		<link>http://www.hanna-strack.de/schifra-und-pua-vorbildliche-hebammen/</link>
		<comments>http://www.hanna-strack.de/schifra-und-pua-vorbildliche-hebammen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 15:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen der Bibel]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine der ältesten Erwähnungen von Hebammen finden wir im 2. Buch Mose, auch Exodus genannt. Nach dem Stil zu urteilen ist diese Erzählung ursprünglich selbständig gewesen, eine mündliche Tradition. Sie wird hier eingeschoben, um zu zeigen, wie Moses gerettet wurde. Die Hebammen kannten noch nicht die 10 Gebote - sie handelten aber vorbildlich!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/SchifraPScherenschnNietschOchs.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1534" title="SchifraPScherenschnNietschOchs" src="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/SchifraPScherenschnNietschOchs-215x300.jpg" alt="" width="215" height="300" /></a></em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Scherenschnitt von Claudia Nietsch-Ochs mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Schifra und Pua &#8211; Gottesfurcht und List der Frauen</em></strong></p>
<p><strong><em>2.Mose 1, 15-21</em></strong></p>
<p>Wir wollen die beiden Hebammen der Bibel, Schifra und Pua, kennenlernen. Sie lebten etwa</p>
<p>im Jahr 1200 v.Chr. Über die Israeliten war eine Hungersnot hereingebrochen, sie flohen in</p>
<p>das benachbarte Ägypten, dort arbeiteten sie schwer als Sklaven. Dem Pharao, dem König der</p>
<p>Ägypter, wird es bald unheimlich: Die Israeliten vermehrten sich beängstigend schnell.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist die Zeit, als Moses geboren werden sollte. Wir wissen schon aus anderen Geschichten,</p>
<p>dass das Leben dieses Führers in die Freiheit von vorneherein in Gefahr war.</p>
<p><strong>Der Pharao befahl </strong>nun den beiden Hebammen &#8211; Schifra heißt Schmuck und Pua heißt Glanz -</p>
<p>&#8220;Wenn ihr bei der Geburt auf dem Stuhl seht (Frauen haben damals auf einem Gebärstuhl</p>
<p>sitzend geboren), dass es ein Junge ist, dann tötet ihn, ist&#8217;s ein Mädchen, dann lasst sie leben.&#8221;</p>
<p>Wir stellen uns vor, was eine Mutter damals dachte: &#8220;Bald werde ich das Kind gebären, alles</p>
<p>ist gut vorbereitet, den Gebärstuhl hat mein Mann in das Zelt gebracht. Die Hebammen</p>
<p>werden kommen und mir helfen. Sie versorgen mich und das Kind, sie greifen nach ihm,</p>
<p>damit es schnell herauskommt, sie waschen es, sie legen es mir an die Brust, sie versorgen</p>
<p>Mutter und Kind. Ich bin froh, dass Hebammen so zuverlässig sind.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Und Schifra und Pua &#8211; was sollten sie tun? Sie überlegten</strong>:</p>
<p>&#8220;Wir können doch unmöglich das Gebot des Pharao ausführen! Unsere Ehrfurcht vor Gott,</p>
<p>unsere Einsicht und Weisheit verbieten uns, die Neugeborenen zu töten. Unser Gott steht über</p>
<p>dem Pharao. Wir denken uns am besten <strong>eine List</strong> aus, eine Notlüge. Wir sagen einfach: &#8220;Die</p>
<p>Hebräerinnen gebären so schnell, dass wir immer zu spät kommen. Sie haben das Kind schon</p>
<p>an der Brust, da können wir es nicht mehr liegen lassen oder in den Eimer tauchen!&#8221; Auf</p>
<p>jeden Fall halten wir zusammen und gehen wir nur zu zweit zum Pharao.&#8221; Und so geschah es.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Jungen blieben am Leben und das Volk vermehrte sich. Von den Hebammen heißt ist in</p>
<p>der Bibel am Ende der Erzählung: Und Gott segnete ihr Haus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schifra und Pua danken wir, dass sie so auch den kleinen Moses gerettet haben. Wir danken</p>
<p>ihnen auch, dass sie die List als eine Möglichkeit uns vor Augen stellen, eine Möglichkeit,</p>
<p>Leben zu retten. Sie sind weise Frauen, denen wir nacheifern können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild von <a href="http://www.lucy-art.de" target="_blank">Lucy D`Souza</a> aus</p>
<p>dem Hungertuch &#8220;Frauen der Bibel&#8221;, mit freundlicher Genehmigung von <a href="http://www.misereor.de" target="_blank">Misereor, Aachen</a></p>
<p><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/SchifraPuaklein1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1751" title="SchifraPuaklein" src="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/11/SchifraPuaklein1.jpg" alt="" width="150" height="88" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hanna Strack</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und hier die <strong>Erzählung im Wortlaut</strong> nach der Übersetzung &#8220;Bibel in gerechter Sprache&#8221; mit freundl. Genehmigung Gütersloher Verlagshaus:</p>
<p><strong><em>Ex 2,15 Der ägyptische König gab eines Tages den hebräischen Hebammen – eine hieß Schifra, die andere Pua – den Befehl: 16 „Wenn ihr den Hebräerinnen bei der Geburt beisteht und am Geschlecht erkennt, dass es ein Junge ist, dann sollt ihr ihn töten; ist es ein Mädchen, lasst es leben.“ 17 Aber die Hebammen verehrten Gott und taten nicht das, was der ägyptische König ihnen gesagt hatte. Sie ließen auch die männlichen Kinder am Leben. 18 Da bestellte Pharao die Hebammen zu sich und herrschte sie an: „Warum macht ihr so etwas, lasst die Jungen leben?“ 19 Die Hebammen antworteten ihm: „Die Hebräerinnen sind anders als die ägyptischen Frauen. Sie sind stark und gesund. Bevor noch eine Hebamme zu ihnen kommt, haben sie schon geboren.“ 20 Deshalb ließ Gott es den Hebammen gut gehen. Und das Volk wuchs und wurde immer stärker. 21 Weil die Hebammen also der Gottheit die Ehre gaben, stärkte sie deren Familien.</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Hagar erzählt</title>
		<link>http://www.hanna-strack.de/hagar-erzahlt/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 06:35:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen der Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienste]]></category>
		<category><![CDATA[Predigten]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Predigt über Genesis 21,14-19 und 16, 13+14 in Erzählform: &#160; &#160; &#160; Das Bild zeigt aus der Decke der Heilig-Geist-Kirche in Wismar, wie der Engel Hagar weckt, um ihr die Wasserstelle zu zeigen. &#160; Ich werde Abrahams Blick nicht vergessen. Er hatte schon Ismael und mich zum Abschied umarmt und war einige Schritte gegangen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/10/Hagar.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1406" title="Hagar" src="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/10/Hagar.jpg" alt="" width="150" height="96" /></a>Eine Predigt über Genesis 21,14-19 und 16, 13+14 in Erzählform:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Bild zeigt aus der Decke der Heilig-Geist-Kirche in Wismar, wie der Engel Hagar weckt, um ihr die Wasserstelle zu zeigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ich werde Abrahams Blick nicht vergessen. Er hatte schon Ismael und mich zum Abschied umarmt und war einige Schritte gegangen, als er sich noch einmal nach uns umdrehte, seine und meine Augen begegneten sich ein letztes Mal.</strong></p>
<p><strong>Schnell nehme ich Ismael, unseren Sohn, fest bei der Hand, rücke den Wasserschlauch auf meiner Schulter zurecht und orientiere mich an der aufgehenden Sonne. Wir steigen in das erste Tal hinunter, ein ausgetrocknetes Flussbett. Ich will die Oase erreichen, die auf dem Weg zu meiner alten Heimat, Ägypten liegt. Erinnerungen steigen in mir hoch von Abschiedstanz mit den Priesterinnen, vom Aufbruch der großen Sippen und Herden, von Saras ersten Anweisungen an mich, ihre persönliche Sklavin.</strong></p>
<p><strong>Mutter schau! Ismael bleibt wie angewurzelt stehen: Vor unseren Augen streift eine Schlange an einem Geäst ihre Haut ab. Wir hören das leise Knistern und bewundern die leuchtenden Farben ihrer neuen Haut. Ob wir auch einmal solch ein neues Leben beginnen können?</strong></p>
<p><strong>Dann trinken wir und essen und nach kurzer Rast wandern wir weiter durch die Wüste. </strong></p>
<p><strong>Gegen Abend kommen mir die ersten Zweifel. Habe ich den Stand der Sonne etwa falsch eingeschätzt jetzt in dieser Jahreszeit? Müssten wir nicht schon bei der Oase sein? Haben wir sie verfehlt? Drehen wir uns etwas im Kreise? Wir trinken den letzten Schluck aus dem Wasserschlauch. Ich merke, dass Ismaels Kräfte nachlassen. Ich werde sehr unruhig. Der Junge weint leise. Mama, ich kann nicht mehr! Auch meine Kräfte schwinden.</strong></p>
<p><strong>Jetzt kann ich nicht mehr. Ich setze Ismael in den Schatten eines dürren Strauches. Ich kann sein Wimmern nicht mehr anhören, es ist fürchterlich. Und ich lege mich ein Stück entfernt in den Sand. </strong></p>
<p><strong>Ich träume von damals, als mich eines Abends Sara ansprach. Sie sagte, dass sie kein Kind bekommen habe bis jetzt und es wohl nichts mehr wird. Aber Abraham braucht ein Erbe. Deshalb wird er zu mir kommen, sagt sie. Sie wirkte sehr bedrückt. Bitte lass ihn zu dir und schenke uns einen Sohn!. Ich dachte damals, wie verrückt doch die Welt ist. Warum unbedingt ein Sohn?</strong></p>
<p><strong>Und dann habe ich Ismael geboren, auf dem Schoß der Sara sitzend. Es war ihr und Abrahams Kind. Und dann plötzlich wurde sie doch noch schwanger… ach ja, Probleme zwischen uns Frauen gab es dann schnell.</strong></p>
<p><strong>Ich war so elend und müde, spürte meine ganze Hilflosigkeit und bereitete mich aufs Sterben vor, müde, kraftlos, erschöpft.</strong></p>
<p><strong>Ich muss wohl eingeschlafen sein. Denn plötzlich sehe ich ein Glitzern in der Abendsonne, als ob Wasser sich kräusle. Ich höre ein leises Rauschen. Wasser! Es fährt mir in die Glieder! Ich schleppe mich dahin, wo das Glitzern und Rauschen her kam. Wasser! Aus Müdigkeit und vor Angst hatte ich es wohl nicht gesehen! Wer hat mir die Augen geöffnet dafür? Welcher Engel ist mir erschienen? Will Gott nicht, dass wir untergehen? Will diese Gottheit, die mich sieht, dass wir leben?</strong></p>
<p><strong>Ich netze meine Lippen, dann fülle ich ein wenig Wasser in den Schlauch und gehe rüber zu meinem Kind, das bewusstlos da liegt. Mein Kind, wir werden leben! Ismael spürt das Wasser auf seinen Lippen, öffnet die Augen und wir umarmen uns. </strong></p>
<p><strong>Dann knien wir im Sand und rufen leise:</strong></p>
<p><strong>Du, Gott, du Sehender, du hast uns in unserer Erschöpfung gesehen!</strong></p>
<p><strong>Gott, du Hörender, du hast unser Weinen und Wimmern vernommen!</strong></p>
<p><strong>Gottheit, du sehende und Hörend, du Lebensquell, führe uns durch die Wüste und schenke uns Zukunft!</strong></p>
<p><strong>Und dann tanzen wir erst langsam und immer schneller vor lauter Lebenslust und Freude!</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Heilige Martha</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 15:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen der Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Heilige Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesen Vortrag habe ich vor Frauen des Evangelischen Frauenwerkes in Bart/Mecklenburg gehalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.evfrauenwerk-mv.de">Evangelisches Frauenwerk</a></p>
<p>Sie können den Vortrag hier herunterladen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/09/Heilige-Martha.pdf">Heilige Martha</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die Frau, die Jesus die Füße salbt</title>
		<link>http://www.hanna-strack.de/die-frau-die-jesus-die-fuse-salbt/</link>
		<comments>http://www.hanna-strack.de/die-frau-die-jesus-die-fuse-salbt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 14:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen der Bibel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Fantasiebrief zu Lukas 7 Lukas 7, 36-50 &#160; Die Erzählung von der Frau, (fälschlich „Die große Sünderin“ genannt, denn sie ist die „Große Liebende“) die Jesu Füße mit Tränen benetzt, mit ihren Haaren trocknet, sie küsst und salbt, diese Erzählung habe ich zum Anlass genommen, einen Briefwechsel zu erfinden. &#160; Ich habe der Frau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Fantasiebrief zu Lukas 7</p>
<p><strong>Lukas 7, 36-50</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Erzählung von der Frau, (fälschlich <strong>„Die große Sünderin“ </strong>genannt, denn sie ist die „Große Liebende“) die Jesu Füße mit Tränen benetzt, mit ihren Haaren trocknet, sie küsst und salbt, diese Erzählung habe ich zum Anlass genommen, einen Briefwechsel zu erfinden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich habe der Frau den Namen Felicitas gegeben (in Luk 7,36 wird sie eine Stadt bekannte Sünderin genannt) und mir ihre Nichte Julia dazu ausgedacht. Ich stelle mir vor, was diese etwa im Jahr 70 n. Chr. an ihre Tante geschrieben hat. So kann ich ein Stück Frauenkirche rekonstruieren:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Liebe Tante Felicitas, heute habe ich eine Bitte an Dich. Ich bin z. Zt. in Kappadozien im Landhaus des Arztes Lukas, wo eine Gruppe von Frauen und Männern sich vorgenommen hat, noch einmal ein Evangelium zu schreiben. Wir haben doch über das Markusevangelium hinaus noch viele persönliche Überlieferungen oder gar Erinnerungen an die Zeit mit Jesus. Natürlich wollen wir auch davon berichten, wie Du Jesu Füße gesalbt hast. Einige aus unserer Gruppe wollen schreiben, dass Du eine bekannte Sünderin warst. Sie wollen damit unseren Gemeindegliedern zeigen, wie Jesus ohne Bedingungen geliebt und Sünden vergeben hat. Doch wie war das genau? Ich habe in Erinnerung, dass Ihr &#8211; Du und Deine Freundinnen &#8211; erkannt hattet, dass <strong>Jesus der Sohn der Weisheit</strong> sei und ihr ihn deshalb zum <strong>Messias</strong> salben wolltet.</p>
<p>Und noch eine Frage: Markus berichtet von der Salbung des Kopfes und nicht der Füße. Ich vermute mal, dass Ihr Jesu Haupt und Füße gesalbt habt.  Wir haben nun gerade davon geschrieben, dass Jesus die SünderInnen, die Armen und AußenseiterInnen ins Reich Gottes einlädt. Der letzte Satz heißt: Die Weisheit ist von allen ihren Kindern gerechtfertigt worden (Luk 7, 35). Daran anschließen soll sich dann als Beispiel, wie Jesus als <strong>Sohn der Weisheit</strong> auf Deine Fußsalbung reagiert hat! Ich bitte Dich, mir recht bald zu antworten und grüße Dich herzlich</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Deine Julia</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und so könnte die Tante geantwortet haben:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Liebe Julia, ich freue mich sehr, dass Ihr bei Eurem großen Vorhaben nicht vergesst zu schreiben, wie wir Frauen Jesus gesalbt haben. Ich habe bei meinen Besuchen in vielen Gemeinden beobachtet, wie Männer uns Frauen unsichtbar machen wollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Deshalb erzähle ich Dir gerne, wie es war damals bei der unvergesslichen Begegnung mit Jesus, den wir <strong>Frauen aus Galiläa</strong> jahrelang begleitet haben. Wir fühlten uns von ihm als Gottes Töchter ernst genommen und wir erkannten, dass er der Prophet der Weisheit ist, jener göttlichen Gestalt und Mitschöpferin, die uns Frauen besonders nahe ist. Wir haben dann begonnen, Jesus zum Messias zu salben, jede von uns in unterschiedlichen Situationen. Ich habe in Bethanien die Chance ergriffen und seine Füße gesalbt. Denn nach einer alten Vorstellung liegt im Fuß des göttlichen Menschen seine Kraft und so konnte ich Jesus zeigen, welche Ehrfurcht wir ihm entgegenbrachten. Doch weil ich so unendlich traurig war über sein nahendes Sterben, habe ich den Tränen freien Lauf gelassen. Sie haben seine Füße benetzt, ich habe sie mit meinen Haaren getrocknet und dann habe ich einfach seine Füße geküsst, weil ich ihn verehrte und weil ich ihn liebte. Dann nahm ich das Olivenöl und massierte es langsam und feierlich in seine Haut ein und meine Finger spürten seine Haut. Es war eine ganz intime Nähe plötzlich da, die weit über das <strong>Salbungsritual </strong>hinausging! Deine Anfrage macht mir diese kostbare Minuten in meinem Leben wieder ganz lebendig. Dafür danke ich Dir.</p>
<p>Sicher könnt Ihr diese Erzählung von meiner Salbung als Beispiel anbringen dafür, dass die <strong>Weisheit-Sophia</strong> durch ihre Kinder gerechtfertigt wird. Aber ich meine, wenn Ihr mich als Sünderin bezeichnet, rutscht das zu sehr in die Ecke des Erotisch-Sexuellen. Wir Frauen waren einfach ein Teil der Armen und Beladenen, die Jesus in sein Gottesreich berufen hat! Sicher waren unter uns auch Huren dabei. Wie in allen Zeiten mussten sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Überhaupt sind unter den Armen und Entrechteten immer mehr Frauen als Männer.</p>
<p>Liebe Julia, wird Euer <strong>Lukas-Evangelium</strong> bald geschrieben sein? Können wir für unsere Hauskirche hier in Tiberias, deren Leiterin ich bin, eine Abschrift erhalten, damit wir sie in unseren Gottesdiensten hier vorlesen? Ich bin ja alt und weiß nicht mehr, wie lange ich noch lebe.</p>
<p>Bitte grüße Deine Mitschreibenden sehr herzlich von mir.</p>
<p><strong>Maria von Magdala, Johanna Chusa und Susanna (Luk 8,1-3)</strong>, mit denen ich letzten Sonntag einen großen Taufgottesdienst in Kapernaum hielt, rufen Euch auch ein SCHALOM zu! Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft der Heiligen Geistin sei mit Euch allen, Amen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Deine Tante Felicitas.</p>
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<p>Hanna Strack</p>
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<p>Aus: FrauenKirchenKalender 2003</p>
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		<title>Rahel, die Hirtin</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 14:27:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen der Bibel]]></category>

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		<description><![CDATA[Rahel, die Hirtin &#160; Wir müssen uns Rahel als eine schöne Frau vorstellen, Hirtin der großen Herden ihres Vaters Laban &#8211; Schafe und Lämmer, Ziegen.. Wir sehen Rahel auf der Weide nördlich des Euphrat, im Zweistromland, wie sie gerade ihre Herde auf den Brunnen zutreibt, um die Tiere zu tränken. Wir sehen Jakob dort stehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rahel, die Hirtin</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir müssen uns Rahel als eine schöne Frau vorstellen, Hirtin der großen Herden ihres Vaters Laban &#8211; Schafe und Lämmer, Ziegen..</p>
<p>Wir sehen Rahel auf der Weide nördlich des <strong>Euphrat, im Zweistromland,</strong> wie sie gerade ihre Herde auf den Brunnen zutreibt, um die Tiere zu tränken.</p>
<p>Wir sehen Jakob dort stehen, der auf Wunsch seiner Mutter Rebekka eine Frau in ihrer Heimat sucht. Vom Jordan bis zum Euphrat war er gewandert.</p>
<p>Und nun steht <strong>Jakob</strong> vor Rahel und ihrer Herde, hilfsbereit rollt er den schweren Stein vom Brunnen &#8211; und dann küssen sich beide. Es war Liebe auf den ersten Blick.</p>
<p>Dagegen müssen wir uns <strong>Rahels Schwester Lea</strong> als eine Frau „mit trüben Augen“ vorstellen. Nachdem Jakob sieben Jahre um Rahel gedient hatte, um sie heiraten zu können, schiebt Laban ihm in der Hochzeitsnacht die ältere Lea unter. Aber Jakob liebte Rahel so sehr, dass er nochmal sieben Jahre um sie dient.</p>
<p>Damit ist die Großfamilie „<strong>das Haus Jakob“</strong> komplett: Lea und Rahel und deren <strong>Mägde Bilha und Silpa</strong>.</p>
<p>Aber mit der Nachkommenschaft gibt es Probleme. In einer patriarchalen Gesellschaftsordnung ist es der Sinn des Lebens einer Frau, Söhne zu gebären. Doch Rahel ist lange unfruchtbar. Sie gibt Jakob ihre Magd Bilha zur Leihmutter, diese gebiert ihnen zwei Söhne. Lea aber und deren Magd Silpa bekommen einen Sohn nach dem anderen. Rahel handelt mit ihrer Schwester: „Lea, gib mir die Liebesäpfel, die dein Sohn Ruben vom Feld mitgebracht hat, dann lasse ich Jakob heute Nacht zu dir gehen!“ Und dann endlich: Rahel gebiert den Josef.</p>
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<p>Nun will Jakob zurück in seine Heimat &#8211; heimlich. Die Frauen stimmen dem zu. Rahel stiehlt ihrem Vater den Hausgott und versteckt ihn unter ihrer Satteldecke. Als Laban aufgebracht die Flüchtenden einholt, gibt sie vor, nicht aufstehen zu können, weil es ihr „nach der Frauen Weise“  ging. Laban bleibt nichts anderes übrig, er muss die Großfamilie Jakobs ziehen lassen.</p>
<p>Rahel erwartet ihr zweites Kind, als sie auf ihrer Wanderung schon im israelitischen Gebiet sind und von <strong>Bethel</strong> aus nach Süden sind. Am Straßenrand &#8211; südlich von Jerusalem in Richtung Bethel, kurz vor der Abzweigung nach Hebron &#8211; setzen die Wehen ein und sie gebiert den Sohn <strong>Benjamin</strong>. Die <strong>Hebamme</strong> sagt über Mutter und Kind: „Fürchte dich nicht, es ist ein Sohn!“, doch Rahel stirbt und wird an Ort und Stelle begraben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Soweit das ergreifende Schicksal der schönen Hirtin Rahel, wie wir es im Rahmen der großen Familiensaga der <strong>Erzelterngeschichten</strong> lesen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch Fragen tauchen auf: Hatte der Name „Rahel“ noch eine andere Bedeutung, wenn Jahrhunderte später der Prophet Samuel den eben zum König gesalbten Saul zum Grab der Rahel schickt (<strong>1. Sam 10,2</strong>)? Wenn die Leute im Dorf Bethlehem als Zeugen für die rechtmäßige Eheschließung mit <strong>Ruth zu Boas</strong> sagen: Der Herr mache die Frau, die in dein Haus kommt, wie Rahel und Lea, die beide das Haus Israel gebaut haben! (<strong>Ruth 4,11</strong>) ? Wenn Jesaja und mit ihm wieder Jahrhunderte später der Evangelist Matthäus (<strong>Mt 2,18</strong>) den Untergang Israels beklagen mit den Worten: „Horch, in Rama hört man Totenklage, bitteres Weinen, Rahel beweint ihre Kinder. Sie will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder, weil sie nicht mehr da sind.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fragen tauchen auf: der Name Rahel heißt „Mutterschaf“ so wie Lea „Kuh“ heißt. Sie werden als „<strong>Mütter in Israel</strong>“ bezeichnet, was sie den Richtern vergleichbar macht. (<strong>Richter 5,7</strong>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir können uns deshalb Rahel auch als eine vorisraelitische Stammes-Göttin vorstellen entsprechend dem „Gott der Väter, dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“. Die weibliche Gottesvorstellung und -verehrung wurde noch lange in Israel praktiziert. Die Schriftsteller der biblischen Bücher haben sie aber streng verurteilt. (www.gott-weiblich.de)</p>
<p>An manchen Stellen scheint also die vor-literarische Situation noch durch. Dann könnte es heißen: „Die Gottheit der Mütter, <strong>die Gottheit Saras, Rebekkas, Rahels und Leas“</strong>.</p>
<p>Und mehr noch: <strong>Rahel &#8211; die Erzmutter für die jüdische, christliche und moslemische Religion! </strong>Und das Bild einer schönen mütterlich-nährenden Gottheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hanna Strack</p>
<p>aus: FrauenKirchenKalender 2002</p>
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		<title>Maria Magdalena verkündet den Auferstandenen</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 14:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen der Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienste]]></category>
		<category><![CDATA[Ostergottesdienste]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesen Gottesdienst habe ich zusammen mit Katrin Kuchmetzki, Pinnow, gestaltet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/07/MariaMagdalenaLucy.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-983" title="MariaMagdalenaLucy" src="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/07/MariaMagdalenaLucy-297x300.jpg" alt="" width="297" height="300" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild von <a href="http://www.lucy-art.de">Lucy D`Souza-Krone</a> mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie können den Ablauf hier herunterladen!</p>
<p><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/07/Maria-Magdalena.pdf">Maria Magdalena</a></p>
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		<title>Maria &#8211; Salome &#8211; Maria Magdalena</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 14:05:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hannastrack</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gottesdienste]]></category>
		<category><![CDATA[Ostergottesdienste]]></category>

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		<description><![CDATA[Maria - Salome - Maria Magdalena

Ökumenische Kreisliturgie zu Ostern zu Gemälden von Karin Pöhl]]></description>
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<p><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/04/Ostern-2011-005.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-967" title="Ostern 2011 005" src="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/04/Ostern-2011-005-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Bild mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin!</p>
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<p><strong><em>Sie können den Ablauf hier herunterladen!<br />
</em></strong></p>
<p><a href="http://www.hanna-strack.de/wp/wp-content/uploads/2011/04/Maria-Salome-Maria-Magdalena.pdf">Maria-Salome-Maria Magdalena</a></p>
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